Barfuß durch den Mai.

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Eine Bauernregel besagt, dass man in den Monaten, in denen kein "r" vorkommt, barfuß gehen darf.

Wir alle kennen wohl die altbewährte Bauernregel: In Monaten mit Namen, in denen kein „r“ vorkommt, kann man getrost barfuß laufen und in Seen schwimmen gehen. Es ist nicht ganz geklärt, woher diese Bauernregel stammt, oder warum sich so viele so strikt daran halten, aber man wird wohl kaum einen Tiroler finden, der diese Regelung nicht kennt.

Ob Bauernregel hin oder her, barfuß gehen hat viele Vorteile. Zum einen wird eine gesunde Körper- und Fußhaltung gefördert, da Barfußgehen aus orthopädischer Sicht die effektivste Art der Fortbewegung darstellt. Aufgrund dessen beugt es auch Fußfehlstellungen vor, da es aufrechtes Gehen erleichtert und es ermöglicht, Unebenheiten im Untergrund mit der richtigen Bewegung auszugleichen.
Weiter Vorteile sind, dass die Muskeln im Fuß gefördert werden und eine gesunde Fußwölbung entsteht. Stöße werden sanfter gedämpft, wodurch die Bandscheiben entlastet werden. Barfußgehen beugt auch der Entstehung von Krampfadern und Thrombosen vor, da die Durchblutung angeregt und die Blutgefäße entlastet werden.

Wenn es darum geht, barfuß zu joggen, soll man jedoch klein anfangen. Unsere Füße sind fast nichts anderes mehr gewohnt als das Gehen mit Schuhen auf ebenem Untergrund. Wiesen und weiche Erde eignen sich bestens, um in die Übung zu kommen. Es ist anzuraten anfänglich nur zweimal pro Woche laufen zu gehen, wobei eine Trainingseinheit nicht länger dauern sollte als eine halbe Stunde. Erst nachdem sinnvoll und dosiert geübt wurde, kann man sich an Asphalt herantrauen.

Vorsicht ist allerdings geboten bei extremen Senkspreizfüßen und Knickplattfußstellungen. Auch bei unterschiedlichen neurologischen Erkrankungen oder Diabetes ist Achtsamkeit gefordert, da die Betroffenen oft an eingeschränkter Sensibilität an den Fußsohlen leiden können.

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